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Logbucheintrag 12022020

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Aschersleben

Reise zu den Sternen

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2020. Der Rotary Club Aschersleben dringt mit seiner 22 starken Mannschaft in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Bevor uns Kommandant Michael Knippertz mit seinem Raumschiff „Planetarium 2“ (an dessen Entstehung unser Chef-Architekt Freund Peter Schaltke maßgeblich beteiligt war und das Mutterschiff „Planetarium 1“ aus dem Jahre 1976 vor ca. 30 Jahren ersetzte) auf die Reise zu den Sternen über den Ascherslebener Winterhimmel mitnahm, begrüßte uns Past-Captain René Waltherr. Traditionell eröffnete er mit dem Tageszitat aus der Mitteldeutschen Zeitung: „Furcht besiegt mehr Menschen als irgendetwas anderes auf der Welt“ (Ralf Waldo Emerson, amerik. Philosoph).
Bilder einiger furchtloser Menschen waren bereits neben Raumschiffmodellen und Raketen im Eingangsbereich zu bestaunen: Juri Gagarin, Neil Armstrong und aus aktuellem Anlass eine Fotosammlung zu unserem ersten Deutschen im All: Sigmund Jähn, Ehrenmitglied im Rotary Club Strausberg, der im September vorigen Jahres zu seiner letzten Reise aufbrach.
Unser Past-Captain kennt unseren heutigen Sternenreiseführer noch aus Schulzeiten, war dieser doch Ende der 1970-er Jahre Astronomielehrer in Aschersleben. 1982 entließ Herr Knippertz seine Schüler mit Musik von Hubert Kah: „Ich seh den Sternenhimmel“, „Wenn der Mond die Sonne berührt.“
Nachdem alle Passagiere Platz genommen hatten, gab Kommandant Knippertz volle Energie, das Raumschiff flog dank seines verlässlichen Motors aus dem Hause Carl-Zeiss-Jena vorbei an der Sonne – mit 8 Lichtminuten Entfernung quasi vor unserer Haustür. Wir machten Station an der Venus, aber mit ca. 460 Grad viel zu heiß für uns und ein 1 Tag dauert dort länger als ein Erdenjahr. Im Orionnebel, gleich neben dem Pferdekopfnebel, werden demnächst (in astronomischer Dimension) 10.000 neue Sterne das Licht des Weltraums erblicken, weswegen dieser Nebel auch der „Kreissaal des Universums“ genannt wird. Wo Licht ist, ist auch Schatten, der aber unter Umständen auch vorteilhaft sein kann: Der ca. 640 Lichtjahre entfernte Riesenstern Beteigeuze im Sternbild Orion verliert immer mehr an Helligkeit und kann unter Umständen in nächster Zeit, also in ein paar tausend Jahren, explodieren. Beteigeuze hat ca. 20mal mehr Masse als unsere Sonne. Der Stern bläht sich immer mehr auf, wird immer schwerer und mit dem Gewicht nimmt auch bei den Sternen die Lebensdauer ab. Sollte es zu einer Explosion (Supernova) kommen, haben wir Glück, dass der Beteigeuze weit genug entfernt ist. Ansonsten würden die Menschen, die auf Beteigeuze zugewandten Erdhalbkugel leben, „von innen gegrillt werden“, um unseren Kommandanten zu zitieren. Die Erdlinge auf der Schattenseite hätten Glück.
Erfreuliche Abwechselung gab es bei den Erläuterungen zur Deutung der Sternenbilder. In Ermangelung von Smartphones und Internet waren unsere Vorfahren doch sehr fantasiereich in der Beschreibung von Tieren und Göttern am Himmelszelt.
Unsere Reise endete in den Morgenstunden, die auch ihre astronomischen Reize hat. Wer gern früh aufsteht, kann in den nächsten Tagen gegen ca. 5.45 Uhr morgens streifenartige Lichtwechsel am Himmel erkennen. Das sind aber weder Außerirdische, die vor den „Man in Black“ flüchten oder Sternenkrieger, die uns angreifen. Ganz banal werden hier durch „SpaceX“ Kommunikationssatelliten in den Himmel geschossen, mehrere Hundert.
Das erworbene Wissen zu den Sternenbildern konnten wir beim Nachhausgehen mehr oder weniger erfolgreich gleich selbst testen. Unser Dank gilt dem Vortragenden sowie alle Beteiligten, die dieses leider nicht mehr alltägliche Projekt mit Leben erfüllen – oder wie Mister Spock sagen würde „Live long and prosper“!
Der geneigte Leser möge bitte die Anlehnungen des Mitschreibenden an Star Trek, Star Wars und Man in Black verzeihen.
Bilder

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